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USA, der sechste Tag

Ähm.. ich hab eben erstmal den fehlenden vierten Tag gebloggt. Aber so'n Reisebericht sollte finde ich einfach in der richtigen Reihenfolge stehen, deswegen hab ich den Tag mal ein bisschen nach unten geschoben. Er ist also >>hier<< zu finden

Und dann gibts jetzt den Washington-Tag:

Tag 6, Donnerstag:
Frühstück: Cereals (Cornflakes und Co.)
Mittag: Pommes und Hähnchenbrust
Zwischendurchessen: bisschen Kuchen bei Starbucks
Abend: Brote

Eigentlich war es ganz gut, dass ich am Vortag doch relativ früh ins Bett gegangen war, denn immerhin klingelte mein Wecker um sieben Uhr wieder. Der Tag, an dem wir nach Washington D.C. fahren wollten war gekommen. Zwei bis zweieinhalb Stunden hin, zwei bis Zweieinhalb zurück. Damit sich das lohnt, wollten wir möglichst früh aufbrechen. Annika hatte vorher niemanden für die Pferde erreicht, was für sie bedeutete, dass sie um sechs Uhr abends wieder zuhause sein musste.
Lina durfte an dem Tag zuhause bleiben, die Entschuldigung für den Kindergarten hatte Annika schon am Vortag geschrieben.

Also fuhren wir gut gelaunt mit zwei Autos in Richtung Highway. Olli, Phillip, Silke und Annika in dem einen Auto, Mama, Lina, Jim und ich in dem anderen. In dem Fall musste ich allerdings nicht wirklich viel Englisch sprechen, denn Lina und ihr Vater unterhielten sich quasi die komplette Autofahrt. Da kommt niemand zwischen.

Nur ganz am Anfang hatte Mama noch die Chance, als sie eins von Linas Bilderbüchern hervorkramte und versuchte, dieses zu verstehen. Unsere Unterhaltungen zum Thema „Ladybug heißt Marienkäfer“ haben nicht nur Lina amüsiert, auch Jim fand, dass „Marienkäfer“ ein sehr lustiges Wort ist. Auch ein paar andere Worte, wie zum Beispiel „harvest“ oder „plow“ durfte ich ihr übersetzen. Tja, was nicht alles so bildet im Leben.
Mama allerdings hatte nach kurzer Zeit schon wieder vergessen, was denn nun „Marienkäfer“ heißt. Dabei ist das doch ganz einfach zu merken. „Marie ist eine Lady. Und ein Käfer ist ein bug“ hat allerdings nicht wirklich als Eselsbrücke geholfen.

Ungefähr eine Stunde vor Washington fing Lina an von dem „Museum mit dem Elefanten“ zu sprechen und hörte gar nicht mehr damit auf. Also war klar: sobald wir in Washington sind, müssen wir als allererstes mal ins naturkundliche Museum. Gut, dass die meisten Museen in Washington keinen Eintritt kosten, denn so wirklich bin ich ja kein Museumsgänger.. bevor wir dort allerdings ankamen, fuhren wir erstmal ziemlich lang am Potomac, dem Fluss durch Washington, entlang. Die Straße war fast die ganze Zeit komplett von Bäumen umgeben, bis wir dann plötzlich am Pentagon vorbeifuhren. So plötzlich, wie es ist, wenn man Kiel von der Wasserseite aus betritt. Erstmal sieht man rechts und links nur Wald und plötzlich ist man mitten in der Innenstadt.

Die Suche nach einem Parkplatz erwies sich dann als ziemlich schwierig. Jeder Parkplatz mit Parkuhren ausgestattet, die höchstens für zwei Stunden bezahlt werden konnten und dann noch so teuer, dass es fast unverschämt war. Also machten wir erstmal eine Sightseeing-Tour durch D.C. mit dem Auto. Fuhren am Lincoln-Memorial vorbei, am Gebäude des FBI, am Capitol, China-Town.. bis wir irgendwann relativ zufällig doch noch auf einen Parkplatz stießen und Lina mittlerweile doch relativ quengelig war und unbedingt zum Elefanten wollte.
Wir parkten also, bezahlten mit allem Kleingeld, was wir hatten und erkauften uns so eine Stunde und 35 Minuten Parkzeit.

Im Museum trafen wir dann auch auf die andere Hälfte (nur Phillip hatte sich für ein anderes Museum entschieden) unserer Ausflugsgemeinschaft und schauten uns einige (nachgebaute, nicht ausgestopfte..) Tiere in Originalgröße an. Vom Dinosaurier über Mammut bis hin zum Elefanten gab es da jedes Tier zu sehen. Wir schafften einen Gang, bis wir uns entschieden, erst etwas zu essen und dann zum Auto zu gehen und den Wagen irgendwie umzuparken.

In der Innenstadt selbst war aber kein Parkplatz zu finden, so dass Jim und Annika sich übers Telefon in einer Mall außerhalb der Stadt, aber in der Nähe einer Metrostation verabredeten.
Dort parkten wir also im – bezahlbaren – Parkhaus und fuhren mit der U-Bahn in die Innenstadt. Zumindest hatten wir das vor, doch die Bahn fuhr so chaotisch, dass wir ein paar Stationen vorher ausstiegen und uns doch erstmal für Georgetown entschieden.

Georgetown ist ein kleines, noch ziemlich englisch angehauchtes Städtchen gewesen, dass irgendwann von Washington eingemeindet wurde und jetzt ein Stadtteil, der wirklich schöne Geschäfte, schöne Häuser und eine angenehme Atmosphäre hat. Dort tranken wir dann einen Starbucks-Kaffee in einem Bookshop, der genauso auch in England hätte stehen können. Irgendwie kam mir der sowieso sehr bekannt vor. Gabs den mal in irgendeinem Film zu sehen? Vielleicht.. ich weiß es immer noch nicht. Etwas später trennten wir uns. Jim und Lina fuhren zurück zum Auto, um dann Annika abzuholen und die Pferde zu machen, während Phillip und Silke, Mama und ich und Olli jeweils allein oder zu zweit eine Stunde lang Georgetown erkundeten.

Mama und ich liefen erstmal noch durch ein paar Geschäfte und dann runter in Richtung Fluss – vorbei an einem Werbeschild für Camperschuhe und (ganz und gar unbewusst) am deutschen Fernsehen.

Am Fluss selbst setzten wir uns ein bisschen auf eine Bank, guckten uns um und beobachteten von Ferne eine Gruppe Jogger, die einzigen anderen Menschen weit und breit.
Nachdem wir uns dann alle wieder getroffen hatten, fuhren Silke, Mama, Phillip, Olli und ich dann doch noch mal mit der Metro nach Downtown D.C, in die Innenstadt von Washington.

Dort machten wir dann mal das, was Touris normalerweise machen: wir liefen durch die Stadt und sahen sie uns von allen Ecken an. Mittlerweile war es allerdings so spät, dass wir nur den Weg von der Station zum Weißen Haus und vom Weißen Haus zu einer anderen Metrostation schafften. Trotzdem bekamen wir dort wirklich einen guten Überblick über Washington. Denk ich. Da es mittlerweile schon fast sieben war und die Mall, in der das (übrige..) Auto stand, um neun Uhr schloss, machten wir uns nach einer kleinen Stärkung auf den Rückweg.

Ich hatte gehofft, dass ich in Washington endlich mal die Postkarten kaufen könnte, die immer noch darauf warteten, geschrieben zu werden – ich hatte ja doch ein paar Leuten versprochen ihnen zu schreiben – , doch weit und breit hatte ich bis jetzt noch keine gesehen. In Chambersburg gabs keine, in Gettysburg nur welche vom Schlachtfeld, in Hagerstown keine.. aber ich dachte, in Washington müsste es doch welche geben! Doch bis jetzt auch hier: Fehlanzeige. Weder im Museum, noch in Georgetown.. vielleicht bin ich auch die ganze Zeit daran vorbeigelaufen, das glaube ich allerdings nicht.

Auf dem Weg von der Metrostation zum Auto kam dann aber doch der ersehnte Postkartenstand. Und nicht nur das: sie hatten sogar Briefmarken! Also hieß es erstmal: genug Postkarten und Briefmarken für alle kaufen!

Danach waren wir alle noch kurz in der Mall (in der Phillip Mittags übrigens bei McDonalds was zu essen gekauft hatte. Unser einzige Ausflug ins Fastfood-Geschäft der USA), dann aber doch zu vier Fünfteln zu müde, um noch groß shoppen zu gehen.

Die Rückfahrt nach Chambersburg verlief dann ab und an noch recht witzig, unser Navi war auf Deutsch eingestellt und las die Städtenamen/Straßennamen dann auch dementsprechend vor: Baltimor-e, Smidsburg, Maplevilleroad.. und so weiter. Trotzdem haben wir die richtigen Ausfahrten gefunden und kamen ohne Umwege, aber ziemlich erschöpft zuhause an.
Dort gab es dann noch ein paar Brote und dann ging es für uns alle auch schon ab ins Bett.
11.12.09 20:27
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Silke (16.12.09 19:23)
Woher du bloß "plow" und "harvest" kennst...
Ich frag mich, ob's auch Malebugs oder Manbugs gibt

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