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Familienurlaub im Amiland

so. Jetzt bin ich also wieder da. Und mein ehemaliger Bild-Speicherplatz ist tot. Ich hab aber zumindest den Hintergrund mittlerweile repariert (glaube ich?). Und einen Bericht über die Tage in den USA hab ich auch schon mal angefangen. Bin aber noch nicht fertig. Das schaff ich auch nicht so schnell. Deswegen gibts den jetzt Stückchenweise. Mal sehen, ob ich den komplett gepostet kriege, oder ob das irgendwann einschläft.. man kennt das ja

Hier also mein Bericht, Teil eins:

Anreisetag:
Frühstück: Snacks im Flugzeug
Mittag: „Chicken or Pasta“ im Flugzeug
Zwischendurchessen: Pekankuchen im Flugzeug
Abendessen: Weißbrot mit Peanutbutter. Ganz wichtig für Phillip!

Nachdem ich am Abend vorher versucht habe, früh ins Bett zu gehen (~2 Uhr?), klingelte mein Wecker dann auch schon um 4 Uhr wieder. In Hamburg waren wir dann dementsprechend viel zu früh, unser Flugzeug hatte ja auch nur anderthalb Stunden Verspätung. Klasse. Da ging der Urlaub direkt gut los! Vor allem, weil wir in Amsterdam eigentlich nur 1 Stunde 10 Minuten Aufenthaltszeit hatten. Jachu! Die Stimmung stieg!

Wir landeten dann pünktlich zu dem Zeitpunkt, als unser Anschlussflieger eigentlich gerade starten sollte. Auf den Aushängen stand dann auch netterweise schon „Gate closed“. Wir sind trotzdem einmal quer über den Flughafen gerannt und – oh Wunder – unser Flieger hat auf uns gewartet! Und sogar noch auf Menschen, die nach uns angekommen sind. Mit einer ¾ Stunde Verspätung hob dann der Langstreckenflug nach Washington D.C. ab. Mit uns – aber wie wir später feststellten leider ohne unsere Koffer.

Im Flugzeug selbst gab es –laut den öfters-Fliegern in meiner Familie, ich hab da bis jetzt ja noch nicht so viel Erfahrung– gutes Essen, guten Service und sogar relativ viel Platz für die Beine! Da hats dann auch nicht gestört, dass es „nur“ eine alte Boeing 747 war, mit der wir über den großen Teich geflogen sind.

Washington D.C. wartete dann mit der riesigen, doch eher negativen Überraschung der nicht angekommenen Koffer auf uns. Wir standen also nach allen Einreiseformalitäten am Kofferband und nix kam.. am Ende waren ca. 20 Leute ohne Gepäck und warteten eher ungeduldig auf die zwei Frauen, die sich um uns kümmern sollten. Jedem konnte relativ schnell geholfen werden, man musste nur die Nummer zum Gepäckstück aufschreiben.. Moment, Nummer? Netter Weise hat die Dame am Hamburger Flughafen, die unser Gepäck entgegengenommen hat, vergessen, uns die Gepäckmarken mitzugeben. Die erfahrenen Flieger unter uns sind automatisch davon ausgegangen, dass die auf den Bordkarten klebten – die nicht so erfahrenen wussten erst gar nicht, dass es so was geben müsste..

Bis wir also die zwei Damen von KLM überzeugen konnten, dass wir wirklich keine Gepäckmarken haben, verging schon mal einige Zeit. Dann haben wir vier Koffer, Adresse, Namen, Aussehen der Koffer usw. auf einen der Vermisst-Zettel geschrieben und sie meinte, dass wir nur hoffen können, dass die Koffer wirklich uns zugeordnet würden und am nächsten Tag auftauchen. Danke dafür! Wenn ich schon mal fliege MUSS ja was passieren..

Auch toll: In der ganzen Zeit wartete Jim am Ausgang und wir hatten keinen Empfang, um ihm Bescheid zu sagen, dass wir wirklich da sind und nur Probleme mit dem Gepäck haben. Er hat Annika extra erzählt, dass er in Washington eine Besprechung hat, damit wir uns nicht zu fünft mit all dem Gepäck in ein Auto quetschen müssen. Super, „mit all dem Gepäck“ konnten wir dann ja eh schon mal streichen. Irgendwann waren dann alle Angaben gemacht, die Frau hat uns gut zugeredet, dass unser Gepäck schon kommen würde, ich hatte ein gutes Gefühl – immerhin war das Gepäck nicht weg, es war nur nicht mitgekommen, weil der Flieger schon abgefertigt war, als unsere Koffer in Amsterdam ankamen – und wir konnten endlich raus und Jim begrüßen. Dort haben wir von KLM dann noch jeder eine Kulturtasche für eine Nacht – mit Schlaftshirt, Zahnbürste, Bürste, Zahnpasta und so Waschkram – bekommen und haben uns dann schnellstmöglich auf den Heimweg gemacht. Zu dem Zeitpunkt war es nicht mehr fünf, wie eigentlich geplant, sondern sieben..

Die Autofahrt nach Chambersburg war dann sehr nett. Wir waren alle relativ überdreht aufgrund von Schlafmangel, fehlenden Koffern und Dunkelheit und Regen außerhalb des Autos – und vielleicht auch die Aufregung, wie Annika dann reagieren würde.

Nach zweieinhalb Stunden englisch radebrechen, auf Deutsch übersetzen oder auf Englisch übersetzen (wer hätte gedacht, dass ich besser Englisch verstehe, als meine Mutter und meine Tante? Phillip und Olli saßen schließlich schlauerweise im anderen Auto..), kamen wir dann in Chambersburg an.
Dort stiegen – wie vorher besprochen – erstmal nur Jim und Olli aus den Autos aus. Wie Annika darauf reagierte kann ich nur aus Erzählungen rekonstruieren, aber laut Annika hatte sie schon länger gehofft und auch einen kleinen Verdacht, dass ihr Vater sie zu ihrem Geburtstag überraschen würde. Trotzdem hat sie sich natürlich enorm gefreut, dass er dann wirklich da war!
Leider hat an dem Tag Jims Chef bei Annika angerufen (wo Jim doch eigentlich bei ihm in Washington war..) und sie gefragt wie lang denn die „german visitors“ bleiben würden. Dumm gelaufen! Trotzdem hat das erstmal nur ihren Verdacht etwas erhärtet, dass ihr Vater kommen würde und sie hat evtl. noch mit Phillip gerechnet. Der war ja immerhin schon mal mit da. Als ich dann aus dem Auto stieg und Phillip signalisierte, dass wir mal reingehen können, kam Olli uns auch schon holen.
Annika hat mich wohl durchs Fenster gesehen und fragte etwas fassungslos Jim: „Ist das Inga??“.
Jim: „Nee.. bestimmt Sue.. (die Nachbarin)“
Annika: „Doch.. das ist Inga!“ und dann kamen Phillip und ich auch schon rein und die Freude war groß.

Kurze Zeit später hat Olli dann auch Mama und Silke reingeholt. Die hat Annika erstmal ewig nicht gesehen, weil sie sich so gefreut hat und bei Jim in den Armen lag. Die Reaktion darauf war dann wirklich überrascht. Mit den beiden hätte sie niemals gerechnet. Aber wir waren alle da und es hieß erstmal Hausführung und dann für jeden einen Schlafplatz finden.
Ein Plätzchen für Phillip fand sich im Wintergarten auf der Ausziehcouch, eins für Olli ganz oben in Anthonys altem Zimmer und drei weitere im offiziellen Gästezimmer für uns Frauen.
Nach einem kurzen Abendbrot, der Koffergeschichte und der Absprache, am nächsten Morgen erstmal gepflegt amerikanisch Frühstücken zu gehen, ging es dann für uns alle auch schon ins Bett.
__________

Jo.. das war dann Tag eins. Ich denke, die nächsten Tage werden dann nicht mehr ganz so lang, immerhin waren die Tage dann auch nicht mehr ganz so lang.. wer weiß, bin noch dabei, den zweiten Tag zu schreiben
2.11.09 19:32


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Familienurlaub im Amiland - es geht weiter :)

Tag 1, Samstag:
Frühstück: amerikanisch Frühstücken auswärts. Pekan Pancakes mit Ahornsirup
Mittag: -
Zwischendurchessen: zählt Kaffee?
Abend: Lasagne und Salat, Muffin mit fieser Fettcreme

Nachdem unser Jet-Lag uns ein paar Mal in der Nacht aufgeweckt hat, waren wir alle gegen Neun Uhr ausgehfertig fürs Frühstück. Bei dem Restaurant gab’s nebenan ein kleines Geschäft, sodass wir das erste Mal mit amerikanischem Kitsch überhäuft wurden. Mama hat das erste Geld ausgegeben und sich einen schönen kleinen Quilt für mein Schlafsofa gekauft, bis wir dann an einen Tisch geleitet wurden.

Schnell waren wir alle in die Karten vertieft, bei uns ist das ja nicht wirklich einfach zu entscheiden, was wer isst. Mama hat sich dann irgendwann für einen Salat entschieden.. bitte ohne jegliches Sonnenblumenöl, Milch und ähnliches. Und ich? Ich hab mich dann mal nicht für das typische, herzhafte Frühstück entschieden, sondern Pekan-Pancakes gegessen. 3 Pekan-Pancakes. Mit Ahornsirup. Und Butter. Nach einem Pancake war ich satt. Den zweiten hab ich gegessen, weil’s so lecker war. Aber der dritte? Der ist zu Phillip gewandert. Unserer Essensmülltonne in den ganzen Tagen. Egal ob meinen und Silkes letzten Pancake, 9 Pancakes zum Frühstück, den letzten Bacon.. usw. usf.
Lina ging es bei dem Frühstück leider noch nicht so gut, sie war noch dabei sich von ihrer Grippe zu erholen, so dass wir relativ schnell nach dem Essen wieder in Richtung Haus fuhren. Wobei.. im Grunde ist das normal. Nach dem Essen bleibt man einfach nicht sitzen, sondern geht direkt.

Nach einer kurzen Verdauungspause ging es dann aber direkt weiter. Die Männer und Lina fuhren nach Harrisburg, um den Mietwagen abzugeben, während Silke, Annika, Mama und ich einkaufen fuhren. Lebensmittel einkaufen. Erstmal bei Giant, dem etwas „gehobenen“ Laden, um für Mama ihre Diätkost zu kaufen. Sie hatte sich zwar ein bisschen Glutenfreie Kost in ihren Koffer gepackt, aber der war ja weg..
Die zwei Diätregale haben sogar mehr Essen für sie hergegeben, als es in Deutschland in einem Supermarkt geben würde. War dann also alles gar nicht so schlimm. Zumindest nicht, was die Lebensmittel angeht. Ansonsten haben wir dort schon mal einen kleinen Eindruck bekommen, wie viel größer ein Supermarkt ist und wie viel größer vor allem einzelne Verpackungen sein können.

Nachdem wir bei Giant schon ziemlich viel Geld losgeworden sind, ging es dann noch zu Walmart. Wenn Giant unser Famila ist, dann wäre Walmart wohl Real. Zumindest war das ein Satz, den Silke aussprach, als wir bei Walmart reinkamen. Mama war vor allem davon geschockt, dass es dort quasi nur Plastikflaschen gibt. Ich persönlich fand die Gemüsetheke interessant. Fertig geschnittenes, eingeschweißtes Gemüse, die „Partybox“, mit extra zusammengestelltem Dip-Gemüse oder auch mit Wachs polierte, enorm glänzende Äpfel.. damit man möglichst wenig selbst machen muss.
Außerdem liefen dort natürlich auch die typischen Amerikaner rum. Die ersten zwei Rollstühle mit extrem dicken Menschen, Mennoniten, Amische.. wesentlich bunter als hier, aber Mama fiel trotzdem direkt auf, was fehlte: es gab so gut wie keine muslimischen Frauen mit Kopftüchern. Aber warum sollten die auch bis in die USA auswandern, wenn Deutschland doch viel näher ist?

Nachdem alles fein säuberlich in unsere selbst mitgebrachten Tüten (Umweltschutz wird auch in den USA immer bekannter..) gepackt worden war, ging es dann wieder Richtung Haus, wo die Harrisburg-Leute kurz vor uns auch wieder angekommen waren.
Den Nachmittag verbrachten wir (bzw. Annika und Jim) dann vor allem damit, unseren Koffern hinterher zu telefonieren. Der Rest von uns hat sich mit Lina beschäftigt, ein bisschen amerikanisches Fernsehen geguckt, sich versucht wach zu halten.. Jetlag auskuriert.. und schon war es Abend, Jim hat telefoniert, Annika mit unserer Hilfe leckere Lasagne gemacht und wir versammelten uns an dem Esstisch, aßen, redeten – und Jim telefonierte.

Am Ende des Essens war klar, dass unsere Koffer da waren – Große Freude!! – wir sie aber nicht geliefert bekommen, weil wir zu weit weg vom Flughafen wären. Woher auch immer der Gesprächspartner diese Information hatte. Ich blick da nicht mehr durch, wo Jim überall hintelefoniert hat. Die Nummer, die wir am Tag zuvor als Auskunftsnummer bekommen hatten, funktionierte jedenfalls nicht. Die wollten das Gepäck dann jedenfalls mit FedEx schicken, doch FedEx arbeitet am Wochenende nicht, sodass wir noch zwei Tage hätten warten müssen. Nach langem hin und her hatte Jim dann die Zusage, dass er, sollte er das Gepäck abholen, Benzingeld dafür bekommen würde.

Also sind Jim, Phillip und Olli los Richtung Dulles, um endlich unsere Koffer im Empfang zu nehmen. Am Flughafen angekommen haben sie gerade noch gesehen, wie das Flughafenpersonal unsere Koffer auf einen Wagen geladen hat, um sie – wer hätte das gedacht – zu uns zu fahren. Die Mitarbeiter vor Ort reagierten wohl sehr verwirrt, wer uns denn da erzählt hat, dass sie das nicht liefern würden und warum wir denn nicht direkt bei ihnen angerufen hätten.. hallo? Dafür hätten wir erstmal die richtige Nummer bekommen müssen! Bzw. sie irgendwo im Internet bekommen, richtig weitergeleitet werden müssen..
Aber: wir hatten unsere Koffer sicher im Auto, die Jungs sind dann noch in Georgetown ein Bierchen trinken gefahren.. und: Kofferstory Ende.

Silke, Mama und ich haben in der Zwischenzeit den Tisch abgedeckt, kurz auf der Couch gesessen und uns wach gehalten und sind relativ früh ins Bett gegangen. Immer mit der Aussicht am nächsten Tag unsere Koffer zu haben! So. Und jetzt ist wirklich Ende mit den Koffern.
8.11.09 13:59


mal so zwischendurch

wo sie recht haben..
Von Misc

..haben sie recht.


ach und ja, ich hab fest vor, die restlichen 7 Tage USA-Bericht auch noch zu schreiben, aber man kommt hier ja vor lauter Besuch zu nix
22.11.09 11:55


Familienurlaub im Amiland - die dritte

Tag 2, Sonntag:
Frühstück: Obstsalat, Kürbisbrot, Brot..
Mittag: -
Zwischendurchessen: Süßkram
Abend: Barbecue zu Annikas Geburtstag mit allem was so dazugehört, Geburtstagskuchen mit fieser Fettcreme

Trotz langsam verschwindenem Jetlag, waren wir alle schon vor neun Uhr fertig für neue Taten. Im Grunde sind wir fast jeden Tag ungefähr so aufgestanden. Kommt ja auch hin, immerhin ist es da in Deutschland 15 Uhr gewesen. Da kann ja selbst ich nicht mehr schlafen.

Nach einem leckeren, reichhaltigen, aber gesunden Frühstück mit Obstsalat und selbstgebackenem Kürbisbrot, fuhren wir – ohne Jim und Lina, aber trotzdem mit zwei Autos – nach Hagerstown in die Outlet-Mall.

Die Mall in Hagerstown ist immerhin eine Outdoor-Mall, sodass wir das schöne Wetter an dem Tag zumindest zwischen den Geschäften genießen konnten. Als allererstes wollten die schon USA-preiserprobten Männer zu Levi’s und Hosen kaufen.
Ab da gings los, ich musste in jedem Laden jede Jeans anprobieren, die irgendwie lang genug für mich aussah. Hat sich nicht gelohnt, sie waren alle zu kurz. Im allerletzten Laden am vorletzten Tag gabs dann zwar eine Hose, die war fast lang genug, aber dafür oben etwas zu eng und halt auch nur fast lang genug. Und da ich es nicht eingesehen habe, die Hose zu kaufen, nur um eine Hose gekauft zu haben und sie dann höchstwahrscheinlich gar nicht anzuziehen, hab ich mich dann durchgesetzt und sie nicht gekauft.

Eingekauft hab ich trotzdem genug. In Hagerstown als erstem Shopping-Ausflug immerhin schon mal einen Schlafanzug, zwei Langarmshirts und eine schwarze GAP-Jacke.

Als es nach ein paar Stunden zu den ersten Müdigkeitserscheinungen bei uns kam, haben wir darüber nachgedacht, wie wir Annika denn möglichst schlau und ohne irgendwelche Hintergedanken darauf vorbereiten können, dass wir um 16 Uhr wieder zuhause sein müssen. Immerhin stand noch eine Überraschungsparty aus, die Jim und Lina gerade zuhause vorbereiteten.

Wir gaben alles. Von „Annika, wir können nicht mehr“ über die Überlegungen was es denn heute zu essen geben soll („entweder, es gibt nur ne Kleinigkeit, oder wir machen griechisch, das dauert aber zwei Stunden..“ – „ich bin voll für griechisch, ich hab Hunger!!“ – „wir können auch hier noch was essen..“ – „Nein, griechisch ist toll!“), aber so richtig überzeugt, dass wir wirklich um drei Uhr wieder fahren wollen, war Annika nicht wirklich. Trotzdem machten wir uns pünktlich um viertel nach drei auf den Heimweg und waren um eine Minute nach vier auch wieder in Chambersburg.

Dort waren die Vorbereitungen noch in vollem Gange, sodass wir (und Annika..) direkt mit eingespannt wurden, bevor kurze Zeit später dann die ersten Gäste eintrudelten.
Die Nachbarn und Freunde wollten natürlich „alles“ von uns wissen, so dass ich endlich noch mal meine Englischkenntnisse rauskramen konnte – und sogar oft dafür gelobt wurde. Irgendwann auf einer Autofahrt hat Annika auch erzählt, dass Jim total begeistert davon war, wie gut ich auf der Fahrt vom Flughafen nach Chambersburg gesprochen habe. Ja, das geht aber nur völlig übernächtigt und voll im Jetlag.

Alles in allem war das aber auch ein schöner, sonnig warmer Nachmittag, mit typischem Essen. Wir saßen draußen, es gab BBQ, Salate und Chips und wir haben viel geredet und gelacht. Irgendwann dann zwar doch relativ getrennt in einen „deutschen“ Tisch und den „Rest“, aber immerhin saß Jutta noch bei uns, eine Freundin von Annika, die vor 20 Jahren in die USA ausgewandert ist.

Nachdem es draußen dann doch zu kalt wurde – immerhin war Oktober – verlagerte sich die Party nach drinnen, wo wir den Geburtstagskuchen anschnitten und Eis dazu aßen. Nach und nach verschwanden dann die Gäste und wir fingen an aufzuräumen und unseren zwischendurch-ist-mal-ne-Pause-drin-Aktivitäten nachzukommen: Internet und Fernsehen. Pünktlich um 20 Uhr saß dann auch Annika vorm Fernseher, es gab ihre Serien, die mussten dann von der ganzen Familie geguckt werden: „Desperate Housewifes“ und „Brothers and Sisters“. Während letzterem verschwanden allerdings die ersten Familienmitglieder ins Bett. Immerhin war es dann für unsere (ich erwähne es noch mal..) Jetlaggeplagten Körper irgendwas zwischen 22 und 4 Uhr.. Wir hatten zwar kurz darüber nachgedacht, bis 0 Uhr wach zu bleiben, immerhin war der nächste Tag Annikas Geburtstag, aber da sie selbst nicht sicher war, ob sie es schaffen würde, verschwand doch einer nach dem anderen ins Bett.

Als um 23 Uhr meine Mutter ging, beschlossen Annika und ich in einer stillen Übereinkunft, dass wir es jetzt doch noch aushalten würden. Die eine Stunde.. und feierten zu zweit in ihren Geburtstag rein. „Wie lange noch?“ – „zwei Minuten“ – „das schaffen wir“!
Und dann kurz nach zwölf: „Geschafft. Gute Nacht!“
23.11.09 23:02


USA-Reise Nummer 4

Tag 3, Montag, Annikas Geburtstag:
Frühstück: Obstsalat, Brötchen, Kürbisbrot
Mittag: italienische Gemüsesuppe
Zwischendurchessen: Kürbisbrot
Abendbrot: ausgehen bei t.g.i. Fridays

Silke und Mama hatten am Abend vorher beschlossen, dass sie Frühstück machen wollten. Immerhin sollte Annika an ihrem Geburtstag nicht noch mehr Arbeit mit uns haben, als sie eh schon hatte. An dem Morgen selbst waren sie dann allerdings so lange im Bett, dass sie Phillip und mich dazu verdonnerten das Frühstück zu machen. Immerhin war Annika schon angezogen und quasi fast schon dabei, bevor Silke im Schlafanzug die Treppe runterkam. Aber das haben wir beide ja auch gern gemacht. Phillip hat also den Tisch gedeckt, das Brot geschnitten und Servierten gesucht, während ich mich um den Obstsalat gekümmert habe. Lecker Obstsalat nur mit Obst, was ich mag. Immerhin konnte ich so entscheiden, was da alles rein kam.
Beim Frühstück selbst hat Annika dann ihre Geschenke ausgepackt – sowohl unsere, als auch die von Freunden und Nachbarn vom Vortag. In Amerika wird nicht im Beisein der Schenker ausgepackt, damit man nicht Begeisterung heucheln muss. Das Fotobuch von Silke, Mama und Olli ist auf jeden Fall gut angekommen!

An dem Tag wartete dann noch ein nicht ganz so schöner Termin auf Annika und mich: Carmel musste noch mal zum Tierarzt, zur Nachuntersuchung nach ihrer Krebsoperation. Ich allerdings konnte dort feststellen, dass Tierärzte in Deutschland sich nicht wirklich von Vet’s in Amerika unterscheiden. Bei beiden steht Frontline rum, gibt es Royal Canin, Iams oder Hill’s Katzenfutter.. Amerikanische Tierärzte sprechen allerdings so ein schnelles, von Fachwörtern durchsetztes Englisch, dass ich mich wirklich konzentrieren musste, um zumindest halbwegs zu verstehen, dass Carmel gut aussieht.

Etwas später machten wir uns dann alle fertig und fuhren zu acht nach Gettysburg. In Gettysburg hat im Bürgerkrieg irgendeine die entscheidene Schlacht stattgefunden, sodass es dort heute ewig viele Kriegsdenkmäler gibt. Wir fuhren durch eine Straße, an der alle zwei Meter ein Denkmal für dieses Regiment oder jene General stand und stiegen am Hauptdenkmal aus. Wieder war das Wetter ziemlich gut, sodass wir in Ruhe ein bisschen Sonne tanken und Fotos machen konnten. Als wir alle unser Touri-Dasein genug ausgelebt hatten, fuhren wir in die nächste Outletmall, die zufälligerweise in Gettysburg war. Dort kaufte ich dann nicht nur zwei T-Shirts, ein Langarmshirt und einen Pulli, sondern auch einen nicht wirklich guten Cappucino (außer Starbucks gibt’s das in den USA auch nicht, oder?) und einen wirklich leckeren Cookie (die können die!).

Nachdem alle zufrieden und gut ausgerüstet waren, gings wieder nach Hause. Immerhin wollten wir abends noch essen gehen und wollten vorher zumindest unsere Einkäufe noch ablegen.
Essen gehen bei t.g.i. Fridays war dann irgendwie vor allem kalt. Wir sind an einen runden Ecktisch vors Fenster gesetzt worden und vom Fenster zog es mir die ganze Zeit ziemlich kalt in den Rücken. Das Essen allerdings war sehr lecker. Als Vortisch haben wir uns alle eine Portion gebackene Bohnen und eine Portion Maischips geteilt. Von den Chips war nicht viel zu bekommen, die hat Mama als einziges essen können, aber die Bohnen mit dem Dip von den Chips zusammen war sehr lecker. Als Hauptspeise hatte ich dann so Chickensticks und natürlich Pommes dazu. Auch sehr gut.

Nach dem Essen gabs dann ein Ständchen der Mitarbeiter und ein Eis umsonst für Annika, Jim hatte kurz vorher Bescheid gesagt, dass sie Geburtstag hat. Ein paar Tage später gabs dann in einem komplett anderen Restaurant für jemand anderen genau das gleiche Ständchen. Fand ich lustig.

Als wir alle fertig waren, fuhren die Männer mit Lina schon mal nach Hause, während der Rest von uns in den Bastelladen ging und wir uns Bastelzubehör für Ketten und Armbänder kauften. Erst kurz vor Feierabend um neun Uhr konnten wir uns entscheiden und fuhren – wieder um ein bisschen Geld leichter – in Richtung Heimat.

Den Abend ließen Annika, Jim, Olli und ich noch mit ein paar Partien Rommé ausklingen. Silke war müde, Phillip wollte Basketball gucken, und Mama hatte keine Lust, hat sich aber daneben gesetzt und mir beim Verlieren zugeguckt. Nachdem klar wurde, dass ich irgendwie wirklich die ganze Zeit verliere, fing sie dann aber an in einem ganz typischem Tonfall zu erklären, dass „Inga jetzt aber auch mal gewinnen muss“ oder „Inga, du musst jetzt auch endlich mal auslegen“ – „Inga, wieso machst du denn nichts?“ – „Warum hat Inga schon wieder so schlechte Karten?“

Nachdem aber dann klar wurde, dass ich wirklich nicht gewinnen kann, gings irgendwann doch ins Bett.
27.11.09 20:17


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