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Ich weiß..

..ich habe diesen Blog schändlich vernachlässigt und ganze zweieinhalb Wochen nichts mehr geschrieben! Und das, obwohl ich - wie Silke im letzten Kommi schon sagte - eigentlich doch so viel zu erzählen habe.

Ich hab nämlich - endlich -
eine neue Wohnung

gefunden. Ab 1.10. Mietvertrag ist schon unterschrieben. Eine süße 45qm Wohnung im 4 Stock Altbau mit Dielenboden, großem Bad und kleiner Küche (im Moment "mit ohne" was drin..).

Fußläufig zum Capitol und zum Apollo Kino. Das ist seeehr toll *nick*

Ja.. und jetzt muss ich nur noch genug Umzugshelfer für die zweite Oktoberhälfte finden, damit alles gut geht und ich dann zum Novemberkonzert euch alle dort unterbringen kann
13.9.07 21:35


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"Also ich sag ja immer.. wenn ich gerade Beine hätte, wäre ich so groß wie Inga.."

©Tobi, ca 1,70m
14.9.07 17:40


Königsstuhl, Vibrato oder doch nur der ganz normale Wahnsinn?

Irgendwie hab ich immer zwischen FFM und HH die Zeit lange Berichte in den Schleppi zu tippen. Das tu ich hiermit jetzt schon zum zweiten Mal nach dem FFM-CT 2005. Dieses Mal allerdings zu einem ganz anderen Thema. Na? Wer ahnts?

Aaalso.
Es begab sich aber zu einer Zeit (merkt man, dass ich noch ein bisschen Wochenendgeschädigt bin? Ja..), dass die Wise Guys sich etwas ganz neues, äh.. altes einfallen ließen: eine Clubtour durch die kleinen Spielstätten Nord- und Süddeutschlands!
Da Kiel eine schöne Lokalität (Traumfabrik.. oder neuerdings halt „Traum GmbH“) zu bieten hat, war für mich das Thema „Clubtour“ eigentlich mit dem Kartenkauf in Kiel abgehakt. Irgendwer (mit Namen: Rike..) sah das allerdings anders und überzeugte mich, dass Oldenburg ja in der Nähe von Hannover ist und wenn ich da eh schon für Kiel frei nehme, geht das auch noch einen Tag länger und überhaupt, das ist doch sowieso toll.
Also hatte ich für zwei Clubtourspielorte Karten und war dementsprechend gut versorgt.

Aber es geht noch besser: Annette plötzlich eine Karte für Heidelberg übrig. Und Nicky, Mary und Silke hatten auch Karten.
Naja, und da mich die Stadt immer schon interessiert hat und für uns alle klar war, das die Gruppenkonstellation doch sehr gut zusammenpasst, war die Entscheidung nicht schwer die übrige Karte zu nehmen. Auch wenn Silke leider dann doch absagen musste. Du hast trotzdem gefehlt!

Tja und ich bin wirklich so verrückt und fahr wirklich einmal quer durch Deutschland für ein Wochenende in Heidelberg. Clubtour die dritte.

Am Freitag war es also endlich so weit. Mein letzter Arbeitstag vor der Intensivwoche „Wise Guys“. Mein Arbeitskollege hat noch gefragt, ob ich nicht früher gehen will, um direkt an dem Abend noch nach Heidelberg zu fahren, aber ich hatte noch nicht gepackt und irgendwie wäre das doch auch ziemlich stressig für alle Beteiligten geworden.

Am Samstag morgen musste ich dann allerdings dementsprechend früh (6 Uhr) aufstehen um den Zug um kurz nach acht ab Hannover zu erreichen. Aber egal, im Zug kann ich ja auch schlafen..
Die ersten Anzeichen, dass nicht alles so ganz normal verlaufen kann, zeigten sich dann schon in Hannover am Hauptbahnhof. An jeder Ecke Polizei in voller Kampfmontur.
Mein rationales Fernseh-Ich hat zwar gleich verstanden, dass es nicht um mich gehen kann – hatte ja nichts verbotenes angestellt –, aber das Waldorfschul-Harmonie-Ich war doch etwas aus der Bahn geworfen und erfühlte die aggressive Stimmung.
Aber wie soll die Stimmung schon sein, wenn an dem Tag ne Nazi-Versammlung stattfinden soll?
Für mein geschädigtes Waldorf-Ich war es also nur gut, dass ich in den Zug nach Mannheim/Heidelberg einsteigen konnte. Habe sogar direkt einen Sitzplatz am Fenster erobern können!

Nach einer doch recht langweiligen Zugfahrt (ohne Schlaf, dafür aber mit vielen SMS..) und mit ca. 10 Minuten Verspätung, kam ich dann doch endlich in Heidelberg an und es war Sommer! In Hannover noch mit Winterjacke in den Zug gestiegen, musste ich mich am Bahnsteig erst mal sehr kompliziert aus der Jacke schälen, die Nicky dann auf dem Weg zu Mary ins Wohnheim heldenhaft getragen hat!
Auf dem Weg dorthin haben wir kurzfristig noch bei dem örtlichen Kartendealer gestoppt, um die unerwarteter Weise heißumkämpften Pantheonkarten zu erobern, doch zu spät – wir mussten mit leeren Händen wieder von dannen ziehen (Ich bin echt total komisch drauf..).

Im Wohnheim angekommen gabs ne kurze Lagebesprechung – erst einkaufen? Erst in die Stadt? Wann die Hausführung? Was essen wir? Wann essen wir was? – und eine Hausführung, damit wir auch alles wiederfinden. Trotzdem hat Nicky einmal das Stockwerk verwechselt

Mary und ich machten uns dann auf den Weg zum Einkaufen, während Annette und Nicky die Bibliothek in die „WG-WG“ verwandelten.
Auf dem Weg konnte ich schon mal einen ersten Blick auf die wirklich superschöne Architektur Heidelbergs werfen und in den Läden dann den Slang genießen

Wieder zurück im Wohnheim schoben wir uns Pizzen in den Ofen und gingen in den Garten um schon mal Kartoffeln fürs Abendessen zu schälen. Nach kurzen Unsicherheiten, wer wie wann an den Topf kommt, bzw wie wir mit den vorhandenen Messern die Arbeit am besten aufteilen, war klar: Annette und ich schälen die Kartoffeln, während Mary und Nicky dann fürs klein Schneiden zuständig waren.

ich stelle fest, wenn ich weiter so genau schilder, wird das ein seeehr langer Bericht. Aber mir ist gerade so danach, also müsst ihr damit leben, oder einfach nicht weiterlesen..

Die Pizzen waren lecker, aber danach wurde es wirklich Zeit, dass wir endlich zum nächsten Programmpunkt – Stadtführung – kommen, damit wir die Sonne noch längstmöglich genießen können.

Mein Waldorf-Ich hatte sich mittlerweile übrigens wieder einigermaßen beruhigt und in seine Ecke verkrochen, aber es war doch noch so aufgeregt, dass es sich über das ganze Wochenende ab und an mal wieder gemeldet hat. Meistens haben die anderen das allerdings direkt gemerkt und mich vollkommen vorurteilsfrei mit einem „du warst halt Waldorfschülerin“ wieder beruhigen können..

(Boah.. hier klingelt seit ner halben Stunde ein Wecker.. warum eigentlich immer ich?? Erst der Rasierer und jetzt der Wecker..)

Okay, Stadtführung. Mary führte uns erst mal durch Neuenheim in Richtung Philosophenweg. Vom Philosophenweg hat man – wenn man den Aufstieg geschafft hat :D – einen guten Blick über Heidelbergs Altstadt und das Schloss.
Wir jedenfalls haben die Aussicht sehr genossen und dann beschlossen, dass wir durch die Altstadt Richtung Königsstuhl-Bahn gehen wollen.
Auf dem Weg dorthin entdeckten wir alle (ja, auch Mary ) die Uni-Bibliothek von innen und stellten danach einstimmig fest: Besuch haben ist toll, dann lernt man seine eigene Stadt besser kennen.

In der Zahnradbahn zum Königsstuhl hatte ich kurzfristig Angst, dass sich meine
irgendwann-in-der-Schweiz-mal-entwickelte-und-
bis-jetzt-schon-fast-wieder-überwundene Höhenangst sich wieder meldet, aber alles war gut. Also konnten wir uns getrost den Wise Guys widmen und sangen auf dem Weg nach oben das ein oder andere Liedchen.
Nicht das erste, aber bestimmt auch nicht das letzte Mal an dem Wochenende.

Auf dem Königsstuhl angekommen, genossen wir – wieder mal – die Aussicht. Dieses Mal aber von der anderen Seite und den noch weiteren Blick. Wir überlegten kurz, ob wir uns ins Restaurant setzen wollen, um etwas zu trinken, aber da das gerade geschlossen hatte, wurde uns die wirklich überhaupt nicht schwere Entscheidung (die eigentlich positiv ausgefallen ist..) abgenommen. Also setzten wir uns einfach auf die dortigen Sitzgelegenheiten (Baumstämme) und schauten in die Ferne.
Der weite Blick, die Sonne, die Ruhe.. all das inspirierte uns mal wieder zu ein, zwei Liedchen. Nachdem wir „King of the Road“ schon erfolgreich hinter uns gebracht hatten, sangen wir gerade voller Inbrunst “Tekkno”, als Mary uns plötzlich unterbrach:
„Entchen.. who the...“
„hey, hier sind Kinder!!“

Das mit den Kindern wurde auf der Rücktour dann allerdings erst wirklich zum Problem.
Als es dann nämlich oben langsam zu kalt wurde, machten wir uns auf den Rückweg und saßen mit einer Familie mit zwei kleinen Kindern in einem Abteil.
Mitten auf dem Weg runter sangen wir dann „Jeden Samstag“ vor uns hin. Zumindest versuchten wir es, doch an der Stelle, bei der die Mädels in „gestochenem Vibrato“ singen, stellte Nicky fest, dass sie immer etwas anderes verstanden hatte.
Also mussten wir jetzt irgendwie –nicht zu plastisch – klären, ob die Mädels nun mit oder ohne „R“ lachen. Bzw. dass textlich irgendwie gehen würde.
Der nächste Running Gag des Wochenendes war geboren

Unten angekommen beschlossen wir, dass wir für einen Tag weit genug gelaufen waren und fuhren mit dem Bus Richtung Wohnheim.

Dort angekommen waren wir dann wirklich hungrig und kochten leckeren Kartoffel-Hack-Schafskäse-Crèmefraîche Auflauf. Mjammi! Danach noch einmal schnell die Choreografie von „Schlag mich Baby“ durchgetanzt (okay, nur den einen Teil..) und ab in die WG-WG zum Geld oder Liebe gucken..

Geld oder Liebe war sehr.. *spoiler und deswegen nicht beschrieben* Nur eins: am nächsten Abend im Konzert mussten wir alle bei einem bestimmten Lied seeehr lachen.
Danach war es dann doch schon ziemlich spät und wir sind alle müde ins Bett gefallen. Zumindest wenn wir da nicht eh schon gelegen haben..

Leider war ich nicht ganz schnell genug, um vor bestimmten Leuten einzuschlafen, so dass ich erst mal ein bisschen kämpfen musste, aber als ich dann geschlafen habe, war alles okay und ich war am nächsten morgen sogar kurz vor dem Weckerklingeln wach und ausgeschlafen!

Nachdem wir alle wach, angezogen und satt waren, gings ab „ins Feld“ um unseren Begleiter namens Daniel für den Abend abzuholen und uns Marys Uni anzugucken. Daniel musste dann auch gleich von meinem armen harmoniegeschultem Waldorf-Ich erfahren, damit er aufpasst und mich nicht zu sehr durcheinander bringt und schon konnten wir uns auf den Rückweg ins Wohnheim machen.

Und schon stand wieder Kochen auf dem Programm. Nudeln mit Tomatensoße, die bis in die Nacht „halten“ mussten, denn direkt nach dem Essen wollten wir uns auf den Weg Richtung Karlstorbahnhof machen.
Die Forenleute hatten sich dort ja um ca. 14 Uhr verabredet und wir wollten dann auch so um den Dreh dort aufschlagen.
Als wir allerdings um kurz vor zwei dort eintrudelten, waren wir die ersten und mussten uns erst mal auf die Suche nach dem richtigen Eingang machen. Als wir ihn dann endlich entdeckt haben, lag er natürlich mitten in der prallen Sonne. Einerseits ja schön, aber drei Stunden dort zu sitzen hat dann doch keiner von uns ausgehalten. Am Anfang gabs noch einen Busch auf der anderen Seite des Bürgersteigs, den wir nach und nach als Schattenspender in Anspruch nahmen, doch als es dann immer voller wurde, mussten wir uns doch direkt vor die Tür setzen um unsere Plätze zu verteidigen.
Ungefähr ne halbe Stunde vor Einlass verschwand die Sonne dann aber auch hinter dem Haus und so wie ich das sehe haben wir alle ohne fiesen Sonnenbrand überlebt

Beim Einlass konnten wir dann ruhig und gesittet nach vorne gehen und uns trotz kurzer Beratschlagung, ob nicht die Plätze etwas weiter hinten vielleicht doch besser sind, weil leicht gestuft, die erste Reihe Mitte sichern.
Später standen wir dann allerdings etwas weiter hinten, weil wir ein paar Kinder vorgelassen haben. War aber immer noch sehr gut und die Kommunikation zwischen uns und Bühne – ähm, naja den Menschen darauf – hat gut geklappt. So gehört sich das..

Um ca 18.02 Uhr gab es dann auch Ferenc’ Ansage und die Jungs legten mit „Radio“ los. Einen kompletten Konzertbericht schreibe ich jetzt aber nicht, dafür hab ich nicht genug mitgeschrieben, bzw hier im Zug gerade keine Songliste parat ..

Hier deswegen nur ein paar Eindrücke:

- Super Stimmung! Und viele Neuhörer, Kinder..
- der Weiteste kam aus Flensburg, da hätte ich mit Kiel auch nicht punkten können..
- Ferenc war als er vor 12 Jahren bei den Wise Guys angefangen hat 3 Jahre älter als die anderen. Und irgendwie ist er das immer noch..
- Dän: „Morgen fahren wir dann nach Kiel..“ Inga (leise): „Ich auch.. nehmt ihr mich.. *verkneif*“
- Eddi hat sich bei Schiller einmal kurz im Text verhaspelt. Hat aber wahrscheinlich kaum einer bemerkt
- Laola.. erst von uns, dann vom Saal und später von den Jungs..
- Clemens dreht Eddi beim letzten Schlag von „Buddy Biber“ zu Ferenc um und der darf Eddi dann auch endlich mal verkloppen
- „Wie alt muss ein Bass werden, damit er in einer a cappella Band bei zwei Liedern die Hauptstimme singen darf?“
- Eddi hibbelt mit einem Handtuch vor Ferenc herum und will ihn zum Stierkampf überzeugen
- ich würde die Wise Guys nie nach einer zweieinhalbstündigen (oder längeren..) Mitfahrgelegenheit fragen
- wenn zwei mit dem Mietwagen nach Köln fahren, wie fahren dann die anderen drei nach Kiel?
- „dann kommen sie alle auf mich zugestürzt *Hände aufgeregt schüttel* Autogramm, Autogramm...“
- „Heute bin ich zu fertig, um einen trinken zu gehen..“
- Nicky: „Dän? Heißt es bei „Jeden Samstag“ Vibrato oder..“. Dän: „Ja! Ich kann mir schon denken, oder was.. Ja, Vibrato!“ Mary: „Und jetzt musst du uns erklären, was genau das ist..“ Dän: „Naja, das vibrieren bei nem Cello.. oder bei ner Geige..“
- Mary: „Es ist schon komisch Daniel zu rufen und danach zu fragen, ob er noch mit was trinken kommt, wenn Dän daneben sitzt..“
- Zugfahren könnte sehr aufschlussreich sein. Zumindest unter bestimmten Umständen..



...und so weiter und so fort..

Nach Konzert und Afterglow sind wir dann noch auf die alte Brücke gegangen und haben mit Silke telefoniert. Dort hat sich dann auch Daniel von uns verabschiedet und ist nach Hause gegangen.
Wir haben uns dann noch in eine Kneipe gesetzt, um die in dem viel zu heißen Saal verlorene Flüssigkeit (bah!) wieder aufzunehmen und etwas zu essen..
Als wir dann – ohne es zu wissen pünktlich für den letzten Bus – gegen viertel vor zwölf durch die Hauptstraße liefen, war es immer noch angenehm warm. Ich hab nur ein bisschen Müdigkeits-gefroren, aber insgesamt wars schon echt noch warm. Es war fast Sommer

Heute morgen haben wir dann die WG-WG zurück in eine Bibliothek verwandelt, gefrühstückt und sind dann in Richtung Bahnhof aufgebrochen.
Nickys Zug fuhr schon um 10.25 Uhr, weil ich eigentlich auch so früh losmusste, aber da ich jetzt doch erst später in Kiel sein muss, konnte ich doch noch bis 12.47 Uhr bleiben.

(Oh.. jetzt bin ich gerade in Hannover. Schon ein komisches Gefühl, nicht aus- oder einzusteigen, sondern einfach sitzen zu bleiben..)

Annettes Zug fuhr um 12.25 Uhr, so dass wir zwischen den zwei Zügen noch mal in die Stadt fahren konnten, uns am Neckar ein Cafe gesucht und eine heiße Schokolade bzw einen grünen Tee getrunken haben. Wer was getrunken hat, dürft ihr raten

Joah.. das wars dann wohl, ne? Jetzt sitze ich im Zug, fahr an meiner WG vorbei und mache irgendwas.. mal sehen

Vielen Dank noch mal für das schöne Wochenende an Annette, Nicky und natürlich vor allem an Mary fürs Unterkunft spenden!


P.S.: Ach und übrigens: Hätte ich X-Beine, wäre ich nur so groß wie ihr

P.S.P.S: als hätte ichs am Anfang geahnt.. der Bericht hier ist genau wie der FFM-CT-Bericht fünf Din-A4 Seiten lang.. und das obwohl ich das Konzert sozusagen gar nicht beschrieben habe..
17.9.07 21:08


TraumGmbH und Kulturetage

So.. drei Konzerte in einer Woche. Wie oft bin ich jetzt gefragt worden, ob das nicht langweilig wird? Nein, wird es nicht
Ich könnte jetzt auch nicht auf Anhieb sagen, welches mir am besten gefallen hat. Irgendwie waren alle anders. Wenn mich jemand nach dem Konzert mit der besten Party/Feierstimmung fragen würde, wäre meine Antwort klar: Heidelberg. Das Konzert bei dem man mal zuhören konnte? Oldenburg. Das beste Mitsingkonzert? Kiel.
Und so hat jedes Konzert seine Eigenheit und ich möchte keines davon missen!


In Kiel hat schon das Anstehen Spaß gemacht (auch wenns saukalt war), weil dauernd irgendwelche Menschen an uns vorbei ins Restaurant wollten und wir anfangs den Security-Leuten ihre Arbeit abgenommen haben. Dann kamen irgendwann die Kinogäste, die sich wunderten, ob wir denn alle fürs Kino anstehen – sie hätten doch keine Karten vorbestellt! Wir konnten sie aber schnell beruhigen, dass sie bestimmt noch welche bekommen würden.
Nett waren auch die, die gefragt haben, was denn los sei (wohlweislich die Security und nicht uns!) und als die Antwort „Wise Guys“ kam verständnislos geguckt haben („Wer??“). Einer hat Rike dann noch mal gefragt, wer denn auftreten würde. Ob er vorher wohl „Weiß nicht“ verstanden hat?

Laut Dän ist Kiel übrigens der Ort mit den wahrscheinlich meisten verschiedenen Auftrittsorten nach Köln. Krusenkoppel, Sophienhof, Traumfabrik/TraumGmbH und das Kieler Schloss. Er war dann auch noch mal so nett und hat erklärt, warum die Traumfabrik sich jetzt nicht mehr Traumfabrik nennen darf. Aber egal, nur wegen sonem dummen Rechtsstreit wird die Trauma für uns immer die Trauma bzw Traumfabrik bleiben.. was ist schon ein Name..

Außerdem besitzt sie wahrscheinlich die höchste Kleinkunstbühne Deutschlands (auch wieder laut Dän..). Hätte ich mich direkt davor gestellt, wäre der Bühnenrand so ungefähr auf Augenhöhe gewesen. Also waren so vorausschauend und haben vor der Bühne zwei Meter Platz gelassen um keine Nackenstarre zu bekommen.

Ich war übrigens mit meinem Zug ganze drei Stunden schneller in Kiel als die Jungs mit dem Auto. Dän hat sich nämlich beschwert, dass sie den Tag vorher neun Stunden unterwegs gewesen seien. Inklusive dem obligatorischen Elbtunnelstau. Tja.. ich sag nur, fahrt das nächste mal einfach Zug! Dann braucht ihr auch keine teuren Mietwagen, die dann nach Konzertende noch kompliziert umgeparkt werden müssen

Insgesamt hat das Kieler Publikum wirklich sehr laut mitgesungen. Es war teilweise so, dass man die Fünf da oben gesehen hat und auch sah, dass sie ihre Lippen bewegten, aber der Gesang kam von hinten. Das ist auch mal ne Erfahrung! Dann lohnt sich „Wo der Pfeffer wächst“, der „Main Assistant Chief Controlling Analyst“ und der „Tiefgang“ direkt. Trotzdem wusste das Publikum aber genau, wann es zu schweigen hat, so dass es bei „Wir hatten eine gute Zeit“ wirklich ruhig war und angenehme Zuhörstimmung herrschte.

Insgesamt gabs kaum Fehler, die erwähnenswert sind. Oder sie fallen mir jetzt nicht mehr ein Bei „Sing mal wieder“ gabs einen kleinen „Lichtzwischenfall“. Die Spots sind leider ausgefallen und es war dunkel, bis dann das komplette Licht kam.. die Jungs mussten auch ein bisschen grinsen. Und Clemens hat sich in seiner Ansage zu „Tiefgang“ ein bisschen verhaspelt. Er war schon mitten in seiner „Vortragstonlage“ und sprach dann so leicht vor sich hin.. „wie viele Wochen trägt eine Frau das Herz..“ Der Rest ging dann im Gelächter unter. Es hat übrigens niemand (außer mir..) die „vierzig“ mitgesprochen. Nett war auch Eddi, der sich beim „Hektiker auf Reisen“ eine Wasserflasche nahm und damit wie wild über die Bühne hüpfte..

Der Afterglow hat mal wieder im hinteren Teil der Halle stattgefunden, da er sonst Restaurant/Kinogäste gestört hätte bzw. einfach kein Platz für die Menge gewesen wäre. Die Jungs haben sich aber erst mal ziemlich viel Zeit gelassen, bis sie sich dann in die Menge trauten. Dafür war’s dann auch richtig lang, aber die Tresen hatten ja auch noch offen
Leider haben sie aber nichts mehr gesungen, wahrscheinlich weil auf der Bühne schon fleißig abgebaut wurde und das einfach zu laut war. Und weil niemand gefragt hat.

Dän hat sich mit irgendwem über die „Hardcore-Fans“ unterhalten, die 35-40 Konzerte im Jahr machen. Dass das doch ein bisschen schwierig sei, weil die dann die Witze kennen würden und ein bisschen Party machen wollen. Sie wüssten aber trotzdem, was sie an ihnen haben..
Uns kann er damit wohl nicht gemeint haben, immerhin machen wir keine 35-40 Konzerte im Jahr

Irgendwann als Eddi nichts mehr zu tun hatte, kam er auf uns zu und begrüßte erst Rike und dann uns kurz. Rike hat dann gefragt, warum bei Paris die weißen Stoffbahnen zwar in den Farben der französischen Nationalflagge angeleuchtet werden, die Reihenfolge aber nicht stimmt. Das wusste Eddi auch nicht so genau und hat uns an den Lichtmenschen (in dem Fall Walde Zentner, der aber schon kräftig abgebaut hat, sodass wir nicht mehr gefragt haben..) verwiesen. Ich hab dann noch kurz gesagt, dass ich die Liedreihenfolge in Kiel gelungener fand als in Heidelberg (Nur für dich und Schiller getauscht) und hab das dann auch noch begründet, als Eddi danach gefragt hat. Er hat meinen Eindruck dann noch bestätigt und meinte, dass es ihm auch so ging und dann die anderen (Namentlich Rike, Nina und Birthe..) gefragt, wie es ihnen denn ging. Die konnten allerdings komischer Weise nichts dazu sagen

Kurze Zeit später sind wir dann gegangen, obwohl der Afterglow noch nicht ganz zuende war. Ist echt ein blödes Gefühl! Man denkt man verpasst was. Aber da uns schon wieder kalt wurde und wir dann auch echt müde waren, haben wir beschlossen einmal vernünftig zu sein.
Wir wussten ja auch, dass wir am nächsten Tag wieder früh aus dem Bett fallen würden..


In Oldenburg war die Wartezeit ziemlich wirr. Es gab zwei mögliche Eingänge und selbst die Security konnte uns zuerst nicht sagen, welcher der beiden denn nun aufgemacht werden würde. Na toll!
Irgendwann war dann aber doch klar, dass es der sein würde, an dem bis jetzt keiner anstand. Ich war so toll und hab als erstes gefragt und Rike dann mit ein paar Handzeichen zur richtigen Tür gelockt. Also standen wir wieder als erste dort. War auch nur gerecht, schließlich haben wir eh am längsten gewartet.
Außerdem haben wir Wiebke aus Hamburg kennen gelernt und mit ihr abgesprochen, dass sie uns am nächsten Morgen mit nach HH nimmt. Das war toll, weil wir dann nicht noch mal die ganze Zugfahrt bezahlen mussten!

In der Kulturetage standen wir so nah an der Bühne, dass ich teilweise aus der zweiten Reihe den Jungs die Augen hätte ausstechen können. Hab ich aber mal nicht gemacht

Dän hat das auch gleich bemerkt und meinte trocken, dass nicht nur wir sie so gut beobachten können, dass sie aufpassen müssten, was sie tun, sondern das es hier auch mal anders rum möglich sei, da die Scheinwerfer uns eh auch noch treffen würden. Sie haben wohl so ungefähr bis Reihe acht alle gut gesehen. Hat man aber auch bemerkt, weil wir (bzw Rike?) sofort „begrüßt“ wurden.

Außerdem sei es in der Kulturetage mal zur lautesten Rückkopplung ihrer Karriere gekommen. Ob von damals denn noch jemand im Publikum sei. Und ob er sie noch hören könne?
Damals sei es aber ein gaaaaanz anderer Tontechniker gewesen. Schwupps.. und schon waren Däns Mitten weg und er hörte sich schön blechern an. Ist doch schön, dass sich so ein Tontechniker sofort rächen kann! Als der Ton dann wieder normal war, stellte Dän Igor vor. Als den „Tontechniker, der damals wie heute für guten Ton sorgt!“.

Sari hat sich bei „Sie bricht mir das Herz“ doch ein bisschen versuchen. “Da kommt er wieder... hm.. und ich seh ihr an..“. War ihm doch etwas peinlich, so dass er die Hände kurz vors Gesicht hielt, bis er wieder vollkommen drin war.

Der Seemann ist an beiden Tagen im Norden echt super angekommen. Vor allem in Oldenburg ist super viel gelacht worden. Auch an Stellen, bei denen in anderen Landesteilen so gut wie nie gelacht und geklatscht wurde. Der Zwischenapplaus bei der „Aufklärung“ war aber trotzdem in Heidelberg am längsten.. Da hat man irgendwie doch wieder die regionalen Unterschiede bemerkt.

Da Dän dieses Mal im Konzert angekündigt hat, dass sie noch was singen würden, mussten sie wohl oder übel die „Sonnencremeküsse“ singen, obwohl gar nicht mehr sooo viele Leute geblieben sind. War aber nett, weil irgendwann mitten im Lied an einer relativ leisen Stelle plötzlich eine Frau doch ziemlich laut „Wie geil“ rief. Das hat für Gelächter nicht nur unter den Zuhörern gesorgt..

In dem Vorraum der Kulturetage wars echt eng. Rike und ich wussten gar nicht, wo wir hingehen sollen. Links stand Eddi, rechts Sari, vorne Clemens.. und drum herum überall Menschen.

Als es mir dann zu eng wurde, beschloss ich doch einfach Nickys Auftrag zu erfüllen und mich bei Clemens für sie zu bedanken, dass er den Favicon schon eingebaut hat. Ich kämpfte mich also zu Clemens durch und wartete auf den passenden Moment. Als er endlich mal kein Autogramm gegeben hat, war der da.. und ich habe brav von Nicky gegrüßt und ihn gelobt, dass das mit dem Icon so schnell ging.
Er meinte dazu nur, dass das ja nicht mehr so viel Arbeit gewesen sei, und dass Nicky das echt schön gemacht habe! Das solle ich ihr auch sagen. Hab ich dann hiermit zum dritten Mal getan

In der Zwischenzeit stand Sari wohl mal frei und Rike hat sich kurz mit ihm über den Ton in Kiel unterhalten und er dann auch noch mal gesagt, dass es echt schwierig war dort „durchzukommen“.
Nett wars auch, ihm zuzuhören, wie er mit den Sanitätern darüber gesprochen hat, dass sie keine Notfälle hatten und wir Fans doch so gesittet seien. Er hat dann auch mal wieder gesagt, dass sie schon wissen, dass sie es gut mit uns haben

Als ich mich wieder zu Rike zurückgekämpft hatte, sind wir Richtung Dän gewandert, weil Rike ihn noch mal für „Wir hatten eine gute Zeit“ loben wollte.
Dän begrüßte sie dann auch schon mit „Die Rike im hohen Norden...“
Sie dann nur so: „Ja, ich studier jetzt in Hamburg.“
Dän: „Hamburg ist schön! Das kenne ich ganz gut, meine Oma hat dort gelebt. Meine Mutter ist Hamburgerin. Was studierst du denn da?“
Rike: „Gebärdendolmetscherin“
Dän: „Oh, wow!.. dann kannst du ja bald mal mit uns auftreten..“
Wir beide (leise und unauffällig.. so quasi innerlich): *waaaaaaah*
Rike: „Öh.. joah..“
Hach.. das war ein nettes Gespräch.. Rike hat dann noch gelobt und Dän hat „gebeichtet“, dass er eigentlich nur für den Text zuständig war und Eddi und Erik die Musik verbrochen hätten.
Also hieß es zurück zu Eddi, um ihn auch noch mal zu loben. Der hat sich auch gefreut.

Danach sind wir Forenleute dann in die Kneipe gegenüber gegangen um noch ein, zwei Cocktails zu trinken. Es war Happy Hour. Und lecker! Außerdem hatte in der Kneipe noch jemand Geburtstag, also haben wir ihm spontan das Ständchen gesungen. Haben auch nur eine Strophe vergessen, aber sonst wars toll Er hat sich auch gefreut, sich brav bedankt und uns jedem noch ne Cola ausgegeben.
Danach sind wir dann alle zusammen Richtung Heimat (auch wenns bei uns nur für eine Nacht „Heimat“ war..) gelaufen, bis wir uns dann so ca. auf der Hälfte des Weges trennen mussten.
War auf jeden Fall auch noch ein schöner Abschluss!


Erkenntnisse der letzten Tage:

- der Kastanienmagnetismus:
Kastanien und Erdboden ziehen sich an. Kastanien und Äste stoßen sich gelegentlich ab. Kastanien und Schuhe dagegen stoßen sich grundsätzlich ab.

- Kiel ist ein Kaff
Da kommt man um 19.36 Uhr mit dem Zug am HBF an und will einfach nur nach Hause fahren. Leider fährt der nächste Bus aber erst um 20.05 Uhr. Und nein, ich hab den vorigen nicht um eine Minute verpasst, sondern direkt um gut 10 Mins. Die fahren da nämlich nur alle Dreiviertelstunde mal. Und so was nennt sich dann Landeshauptstadt.

- unsere innere Uhr ist auf Punkt fünf eingestellt
Tag 1: Wir sind ab 12.36 Uhr in Kiel unterwegs und gehen vom HBF zum Hindenburgufer, zur Holtenauer und zurück zum Bahnhof. Stellen das Auto an der Trauma ab und gehen etwas essen. Um Punkt fünf Uhr stehen wir vor der Trauma an. Als erste.
Tag 2: Wir sind ab 14.30 Uhr in Oldenburg unterwegs, kaufen Rike ne Winterjacke und bringen sie ins Zimmer, gehen was essen und gucken ein bisschen die Innenstadt an. Um Punkt fünf Uhr stehen wir vor der Kulturetage an. Als erste.
Tag 3: Wir sind ab 12 Uhr in Hamburg unterwegs. Gehen durch die Innenstadt Richtung Landungsbrücken und fahren mit der HVV-Fähre Richtung Teufelsbrück. Fahren zum Alex am Jungfernstieg und essen etwas. Um Punkt fünf Uhr sind wir wieder in Rikes Wohnung und ich breche auf in Richtung Kiel...
21.9.07 12:35





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