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USA, der sechste Tag

Ähm.. ich hab eben erstmal den fehlenden vierten Tag gebloggt. Aber so'n Reisebericht sollte finde ich einfach in der richtigen Reihenfolge stehen, deswegen hab ich den Tag mal ein bisschen nach unten geschoben. Er ist also >>hier<< zu finden

Und dann gibts jetzt den Washington-Tag:

Tag 6, Donnerstag:
Frühstück: Cereals (Cornflakes und Co.)
Mittag: Pommes und Hähnchenbrust
Zwischendurchessen: bisschen Kuchen bei Starbucks
Abend: Brote

Eigentlich war es ganz gut, dass ich am Vortag doch relativ früh ins Bett gegangen war, denn immerhin klingelte mein Wecker um sieben Uhr wieder. Der Tag, an dem wir nach Washington D.C. fahren wollten war gekommen. Zwei bis zweieinhalb Stunden hin, zwei bis Zweieinhalb zurück. Damit sich das lohnt, wollten wir möglichst früh aufbrechen. Annika hatte vorher niemanden für die Pferde erreicht, was für sie bedeutete, dass sie um sechs Uhr abends wieder zuhause sein musste.
Lina durfte an dem Tag zuhause bleiben, die Entschuldigung für den Kindergarten hatte Annika schon am Vortag geschrieben.

Also fuhren wir gut gelaunt mit zwei Autos in Richtung Highway. Olli, Phillip, Silke und Annika in dem einen Auto, Mama, Lina, Jim und ich in dem anderen. In dem Fall musste ich allerdings nicht wirklich viel Englisch sprechen, denn Lina und ihr Vater unterhielten sich quasi die komplette Autofahrt. Da kommt niemand zwischen.

Nur ganz am Anfang hatte Mama noch die Chance, als sie eins von Linas Bilderbüchern hervorkramte und versuchte, dieses zu verstehen. Unsere Unterhaltungen zum Thema „Ladybug heißt Marienkäfer“ haben nicht nur Lina amüsiert, auch Jim fand, dass „Marienkäfer“ ein sehr lustiges Wort ist. Auch ein paar andere Worte, wie zum Beispiel „harvest“ oder „plow“ durfte ich ihr übersetzen. Tja, was nicht alles so bildet im Leben.
Mama allerdings hatte nach kurzer Zeit schon wieder vergessen, was denn nun „Marienkäfer“ heißt. Dabei ist das doch ganz einfach zu merken. „Marie ist eine Lady. Und ein Käfer ist ein bug“ hat allerdings nicht wirklich als Eselsbrücke geholfen.

Ungefähr eine Stunde vor Washington fing Lina an von dem „Museum mit dem Elefanten“ zu sprechen und hörte gar nicht mehr damit auf. Also war klar: sobald wir in Washington sind, müssen wir als allererstes mal ins naturkundliche Museum. Gut, dass die meisten Museen in Washington keinen Eintritt kosten, denn so wirklich bin ich ja kein Museumsgänger.. bevor wir dort allerdings ankamen, fuhren wir erstmal ziemlich lang am Potomac, dem Fluss durch Washington, entlang. Die Straße war fast die ganze Zeit komplett von Bäumen umgeben, bis wir dann plötzlich am Pentagon vorbeifuhren. So plötzlich, wie es ist, wenn man Kiel von der Wasserseite aus betritt. Erstmal sieht man rechts und links nur Wald und plötzlich ist man mitten in der Innenstadt.

Die Suche nach einem Parkplatz erwies sich dann als ziemlich schwierig. Jeder Parkplatz mit Parkuhren ausgestattet, die höchstens für zwei Stunden bezahlt werden konnten und dann noch so teuer, dass es fast unverschämt war. Also machten wir erstmal eine Sightseeing-Tour durch D.C. mit dem Auto. Fuhren am Lincoln-Memorial vorbei, am Gebäude des FBI, am Capitol, China-Town.. bis wir irgendwann relativ zufällig doch noch auf einen Parkplatz stießen und Lina mittlerweile doch relativ quengelig war und unbedingt zum Elefanten wollte.
Wir parkten also, bezahlten mit allem Kleingeld, was wir hatten und erkauften uns so eine Stunde und 35 Minuten Parkzeit.

Im Museum trafen wir dann auch auf die andere Hälfte (nur Phillip hatte sich für ein anderes Museum entschieden) unserer Ausflugsgemeinschaft und schauten uns einige (nachgebaute, nicht ausgestopfte..) Tiere in Originalgröße an. Vom Dinosaurier über Mammut bis hin zum Elefanten gab es da jedes Tier zu sehen. Wir schafften einen Gang, bis wir uns entschieden, erst etwas zu essen und dann zum Auto zu gehen und den Wagen irgendwie umzuparken.

In der Innenstadt selbst war aber kein Parkplatz zu finden, so dass Jim und Annika sich übers Telefon in einer Mall außerhalb der Stadt, aber in der Nähe einer Metrostation verabredeten.
Dort parkten wir also im – bezahlbaren – Parkhaus und fuhren mit der U-Bahn in die Innenstadt. Zumindest hatten wir das vor, doch die Bahn fuhr so chaotisch, dass wir ein paar Stationen vorher ausstiegen und uns doch erstmal für Georgetown entschieden.

Georgetown ist ein kleines, noch ziemlich englisch angehauchtes Städtchen gewesen, dass irgendwann von Washington eingemeindet wurde und jetzt ein Stadtteil, der wirklich schöne Geschäfte, schöne Häuser und eine angenehme Atmosphäre hat. Dort tranken wir dann einen Starbucks-Kaffee in einem Bookshop, der genauso auch in England hätte stehen können. Irgendwie kam mir der sowieso sehr bekannt vor. Gabs den mal in irgendeinem Film zu sehen? Vielleicht.. ich weiß es immer noch nicht. Etwas später trennten wir uns. Jim und Lina fuhren zurück zum Auto, um dann Annika abzuholen und die Pferde zu machen, während Phillip und Silke, Mama und ich und Olli jeweils allein oder zu zweit eine Stunde lang Georgetown erkundeten.

Mama und ich liefen erstmal noch durch ein paar Geschäfte und dann runter in Richtung Fluss – vorbei an einem Werbeschild für Camperschuhe und (ganz und gar unbewusst) am deutschen Fernsehen.

Am Fluss selbst setzten wir uns ein bisschen auf eine Bank, guckten uns um und beobachteten von Ferne eine Gruppe Jogger, die einzigen anderen Menschen weit und breit.
Nachdem wir uns dann alle wieder getroffen hatten, fuhren Silke, Mama, Phillip, Olli und ich dann doch noch mal mit der Metro nach Downtown D.C, in die Innenstadt von Washington.

Dort machten wir dann mal das, was Touris normalerweise machen: wir liefen durch die Stadt und sahen sie uns von allen Ecken an. Mittlerweile war es allerdings so spät, dass wir nur den Weg von der Station zum Weißen Haus und vom Weißen Haus zu einer anderen Metrostation schafften. Trotzdem bekamen wir dort wirklich einen guten Überblick über Washington. Denk ich. Da es mittlerweile schon fast sieben war und die Mall, in der das (übrige..) Auto stand, um neun Uhr schloss, machten wir uns nach einer kleinen Stärkung auf den Rückweg.

Ich hatte gehofft, dass ich in Washington endlich mal die Postkarten kaufen könnte, die immer noch darauf warteten, geschrieben zu werden – ich hatte ja doch ein paar Leuten versprochen ihnen zu schreiben – , doch weit und breit hatte ich bis jetzt noch keine gesehen. In Chambersburg gabs keine, in Gettysburg nur welche vom Schlachtfeld, in Hagerstown keine.. aber ich dachte, in Washington müsste es doch welche geben! Doch bis jetzt auch hier: Fehlanzeige. Weder im Museum, noch in Georgetown.. vielleicht bin ich auch die ganze Zeit daran vorbeigelaufen, das glaube ich allerdings nicht.

Auf dem Weg von der Metrostation zum Auto kam dann aber doch der ersehnte Postkartenstand. Und nicht nur das: sie hatten sogar Briefmarken! Also hieß es erstmal: genug Postkarten und Briefmarken für alle kaufen!

Danach waren wir alle noch kurz in der Mall (in der Phillip Mittags übrigens bei McDonalds was zu essen gekauft hatte. Unser einzige Ausflug ins Fastfood-Geschäft der USA), dann aber doch zu vier Fünfteln zu müde, um noch groß shoppen zu gehen.

Die Rückfahrt nach Chambersburg verlief dann ab und an noch recht witzig, unser Navi war auf Deutsch eingestellt und las die Städtenamen/Straßennamen dann auch dementsprechend vor: Baltimor-e, Smidsburg, Maplevilleroad.. und so weiter. Trotzdem haben wir die richtigen Ausfahrten gefunden und kamen ohne Umwege, aber ziemlich erschöpft zuhause an.
Dort gab es dann noch ein paar Brote und dann ging es für uns alle auch schon ab ins Bett.
verreist.. am 11.12.09 20:27


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Jahresrückblick 2009

Ich hab eben einen ziemlich aussagekräftigen Fragebogen in einem Forum gefunden, in dem ich seit Jahren aktiv bin (wer weiß welches, darf sich einen Keks nehmen ). Da ich den aber zu schade für "nur" den HP-FC finde, dachte ich, ich blogge ihn hier auch..


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# Freundschaft des Jahres?
Öh.. im Grunde alle meine Freundschaften. Am meisten schöne Erlebnisse hatte ich so insgesamt wohl mit Silke (und Wiebke? *grübel*)

# Film des Jahres?
Twilight, Slumdog Millionaire, HP6, New Moon..

# Band/Sänger(in) des Jahres?
Wise Guys

# Lied des Jahres?
Öh.. Ich armer. Oder Schlechtes Karma. Oder Loser. Je nachdem, wie es denn dann heißen wird.
Oh, und Ikea ist auch toll. Moin gehört wohl eher ins letzte Jahr.. hat aber mit diesem Jahr auch viel zu tun. Im Flugzeug war auch wichtig. Ähm.. zusammenfassend lässt sich sagen: Klassenfahrt

# Konzert des Jahres?
Argh.. da kann ich schon wieder nicht mit einem antworten. Inseltour. Alle fünf. Und Wuppertal, das erste offizielle mit Nils. Die WDR-Konzerte. Kirchentag. Capitol sowieso immer. Vorgestern HH mit der Verleihung der Goldenen Schallplatte. Maybebop in der Oper war auch klasse. Um mal eins von ner anderen Band zu nennen.. *aufhör*

# Serie des Jahres?
guck ich Serien? Nee.. Brothers and Sisters hat mir in den USA gefallen..

# Getränk des Jahres?
hm.. Apfelschorle?

# Abend/Nacht des Jahres?
s.o. das wird länger^^ der Borkum-Abend, obwohl er so bescheiden angefangen hat. JoKi, obwohl fast alleine. Norderney und Juist *ohne Worte*!! Diverse Abende mit FreundInnen, Geburtstagsfeiern, Ausgehfeste, einfach nur so miteinander Zeit verbringen (Stoppelmarkt).. und irgendwie auch der Abend mit den Kollegen im Hotel.

# Sportler des Jahres?
Enke.

# Schauspieler(in) des Jahres?
hm..

# Peinlichstes Erlebnis des Jahres?
öh.. spulen im ON? Da war bestimmt mehr, was mir nicht mehr einfällt.. übers Spulen hab ich mich eigentlich vor allem geärgert.

# Hochpunkt des Jahres?
Inseltour und USA

# Tiefpunkt des Jahres?
Familienstreit (ohne eigene Beteiligung.. fasziniernd, aber wahr..)

# Weisheit des Jahres?
Geh, so weit das Auge reicht. Und wenn du dort bist, siehst du weiter..

# Trend des Jahres?
ähm.. hä? ich werde alt, das versteh ich nich.. (was dann wohl ein Trend wäre, was?)

# Beste Klausur des Jahres?
Wie gesagt. Ich alt. Meine letzte Klausur ist schon etwas her

# Urlaub des Jahres?
War die Inseltour Urlaub? Ja, war sie. Inseltour und USA

# Buch des Jahres?
hm.. die BisS-Bücher? Hab so grundsätzlich wenig Buch gelesen in diesem Jahr

# Fast-Food-Restaurant des Jahres?
da ist dieser Subway aufm Weg von der Arbeit zur Straßenbahn..

# Interessanteste Persönlichkeit des Jahres?
Äh.. eine gibts da wieder nicht. War wohl am neugierigsten auf Emil. Die interessantesten Gespräche hatte ich mit Freundinnen, Familie und Kollegen. Die interessantesten Begegnungen mit diversen Menschen der a-cappella-Szene.. Joah.

# Größte Enttäuschung des Jahres?
die gabs, ja.

# Liebe des Jahres?
die gabs leider nicht.

# Streit des Jahres?
der Familienstreit, ich erwähnte ihn schon..

# Überraschung des Jahres?
die war ich eigentlich selbst. Bei meiner Cousine zum Geburtstag.

# Stadt des Jahres?
Öh.. Köln. Und Washington. Und ein bisschen auch Kiel und Hannover.

# Most called person des Jahres?
am Telefon? Ich schätze meine Mutter. Und meine Oma auch.

# Die schönste Zeit verbracht mit?
Silke, Steffi und Wiebke zum einen, meine Familie zum anderen.

# Die meiste Zeit verbracht mit?
meinen Kollegen? *grübel*

# Drei Dinge auf die du gut hättest verzichten können?
Arbeiten, Haushalt und Schlafen?
Nein, mal ernsthaft: Einsamkeit, Unsicherheit und Enttäuschung.

# Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Inseltour? Obwohl, die Idee entstand schon im letzten Jahr. Dann wohl die USA-Reise.

# Wort des Jahres?
Teamer? Klassenfahrt!
Und ein bisschen: Moin. IPhone. Chaos.

# Zugenommen oder abgenommen?
keine Ahnung?

# Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
vielleicht ein bisschen weitsichtiger. Andererseits.. auch kurzsichtiger. Schwierig.

# Mehr ausgegeben oder weniger?
ich denke mehr..

# Höchste Handyrechnung des Jahres?
Oktober? Ich musste ja aus den USA SMS verschicken

# Geschenk des Jahres?
hm.. hab ich mal wieder selbst verschenkt: Der Überraschungsbesuch in den USA..

# Krankenhausbesuche?
zwei Mal bei meiner Oma

# Haare länger oder kürzer?
kürzer. Endlich!

# Vorherrschendes Gefühl für 2009?
Joah.. läuft, ne?

# 2009 zum ersten Mal getan?
Nach Übersee geflogen

# 2009 nach langer Zeit wieder getan?
Urlaub im Ausland

# 2009 leider gar nicht getan?
öh.. ein paar Besuche wollte ich eigentlich noch verwirklichen. Und der England-Urlaub ist auch ins nächste Jahr gerutscht.

# 2009 war mit einem Wort?
zu kurz!
(ich weiß, das waren zwei..)


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Und ich weiß ja nicht, ob's wen interessiert, aber ich denke der Reisebericht wird fertig
verdacht.. am 1.12.09 22:29


USA Nummer 5

Tag 5, Mittwoch:
Frühstück: Obstsalat, Brot, Cinnamon Rolls
Mittag: -
Zwischendurchessen: Apfelkuchen
Abend: griechisches Essen mit Pita, Fleisch, Kartoffeln und Salat, Apfelkuchen

Viel mehr als am Vortag haben wir am Mittwoch auch nicht gemacht. Aber so grundsätzlich war die Stimmung schon gar nicht mehr so… so. Sondern wieder ein bisschen unternehmungslustiger. Trotzdem habe ich glaube ich an dem Morgen so lange geschlafen, wie sonst an keinem anderen Tag dort. Irgendwann muss ja auch mein Körper sich auf die andere Zeit eingestellt haben. Und so, wie ich vorher immer den Jetlag einigermaßen gut ignoriert habe, konnte ich jetzt also bis fast zehn Uhr schlafen.

Nach einem ruhigen Vormittag, der mal wieder mit Lesen, Internet und Fernsehen gefüllt wurde, fuhren wir dann noch mal in Richtung Chambersburg und gingen in die dortige Mall. Es kann ja nicht sein, dass wir nur in den Malls in einer Autostunde Entfernung gehen. Die Chambersburger Mall ist eine relativ kleine Indoor-Mall, die kurz vor dem Aussterben ist – laut Annika eben weil sie zu klein ist. In dem Fall ungefähr so groß, wie unsere großen Einkaufszentren. Dort gab’s für mich dann noch zwei Pullis zu kaufen, Schuhe und Hosen zu probieren und einen lecker Cookie zum zwischendurch Essen. Annika hat noch ein kleines Geschenk bekommen, Olli kaufte ihr eine Kette mit einem süßen Anhänger.

Als wir dann wieder nach Hause kamen, war Lina schon zuhause und freute sich auf einen Spaziergang mit uns. Also machten Mama, Phillip, Lina, Jim und ich uns direkt wieder auf und fuhren in den nahe gelegenen Caledonia Park. Dort gingen wir erstmal ein Stück zu einem kleinen Wasserfall und daneben dann den Berg hoch. Es gab dort mehrere ausgeschilderte Wege und dabei dann ausgewiesene Schwierigkeitsgrade von „Easiest“ bis „Most Difficult“.

Ist ja klar welchen wir gewählt haben: „Most Difficult“ – den Schwersten. Dementsprechend ging es dann auch ab und an ganz schön steil hoch, so dass ich mich an manchen Stellen an meine Klassenfahrt in die Schweiz erinnert fühlte. Wir haben es allerdings nicht bis ganz oben geschafft, irgendwann entschieden wir uns einstimmig dazu, umzukehren. Zuhause wartete schließlich das fertige Essen auf uns.

Nach dem Essen brachte Jim Lina ins Bett, Phillip und Olli verzogen sich vor den Fernseher und wir holten unser zwei Tage vorher erstandenes Kettenzubehör heraus. Annika macht immer mal wieder eigene Ketten oder Armbänder und hat daher schon viele Steine, Perlen und das restliche Zubehör im Haus, so dass wir unsere Kreativität voll ausleben konnten. Silke machte sich eine neue Kette, Mama ein neues Perlenarmband und ich? Ich entschied mich für zwei Freundschaftsarmbänder.

Das relativ konzentrierte Arbeiten strengte dann doch irgendwie so an, dass meine Augen anfingen zuzufallen, bevor ich ganz fertig war. Trotzdem machte ich meine zwei Armbänder noch fertig und ging erst danach ins Bett.
verreist.. am 30.11.09 17:53


USA-Reise Nummer viereinhalb

Tag 4, Dienstag:
Frühstück: French Bread
Mittag: Reste essen, Apfelkuchen
Zwischendurchessen: Weintrauben
Abend: italienische Gemüsesuppe mit Salat

Tag 4 war der Tag, an dem wir alle mal ein bisschen Pause brauchten. Tag 4 war außerdem der erste Regentag. Und war es der erste Tag, an dem Lina wieder in der Schule war. Am Montag war sie noch zuhause geblieben, weil’s ihr noch nicht so ganz gut ging und außerdem ja Annika Geburtstag hatte. Nach einem leckeren, reichhaltigem Frühstück, haben wir also erstmal das Haus geputzt. Mit 8 Personen, die dort jetzt seit vier Tagen hausten, war das auch mal dran. Dann haben wir uns den Vormittag mit nichts tun, schlafen, Internet, lesen und Fernsehen vertrieben.

Das Mittagessen wurde dementsprechend nicht groß aufwendig gekocht, sondern bestand „nur“ aus den Resten der vorigen Tage. Es ist allerdings immer noch ziemlich viel übrig geblieben, was wir nicht geschafft haben. Um dann doch noch irgendwas gemacht zu haben, fuhren Silke, Annika, Phillip, Olli und ich dann doch zumindest noch mal nach Chambersburg rein und schauten uns ein bisschen die Innenstadt, das College und die großen Häuser an. Allerdings alles aus dem Auto ohne auszusteigen. Immerhin war es ziemlich regnerisch. Und wir waren in den USA.

Auf dem Rückweg hielten wir dann noch mal beim Target, einem Laden, den ich so als Mischung zwischen Ikea, 1-Euro-Laden und gehobenem Nanu Nana beschreiben würde. Dort hab ich dann noch einen Schlafanzug gekauft. Weil einer ja nicht reicht und auf dem so süße Katzen drauf sind. Dann sind wir noch mal eben in den Giant rein. Der liegt ja direkt neben dem Target und das Essen war doch schon ziemlich aufgebraucht. Zumindest das Obst und Gemüse..

Zuhause angekommen haben Annika und Silke sich dann fleißig an den Herd gestellt, während der Rest von uns das tat, was wir schon den ganzen Vormittag getan hatten: faulenzen.
Der Abend wurde wie am Tag zuvor mit Rommé beendet. Der einzige Unterschied daran? Dieses Mal spielte Phillip mit. Dieses Mal verlor Phillip. Und: dieses Mal saß Silke daneben und erzählte in diesem ganz typischen Tonfall, dass „Phillip jetzt aber auch mal gewinnen muss“ oder „Phillip, du musst jetzt auch endlich mal auslegen“ – „Phillip, wieso machst du denn nichts?“ – „Warum hat Phillip denn schon wieder so schlechte Karten?“
Wir sind eindeutig eine Familie..
verreist.. am 11.12.09 20:22


USA-Reise Nummer 4

Tag 3, Montag, Annikas Geburtstag:
Frühstück: Obstsalat, Brötchen, Kürbisbrot
Mittag: italienische Gemüsesuppe
Zwischendurchessen: Kürbisbrot
Abendbrot: ausgehen bei t.g.i. Fridays

Silke und Mama hatten am Abend vorher beschlossen, dass sie Frühstück machen wollten. Immerhin sollte Annika an ihrem Geburtstag nicht noch mehr Arbeit mit uns haben, als sie eh schon hatte. An dem Morgen selbst waren sie dann allerdings so lange im Bett, dass sie Phillip und mich dazu verdonnerten das Frühstück zu machen. Immerhin war Annika schon angezogen und quasi fast schon dabei, bevor Silke im Schlafanzug die Treppe runterkam. Aber das haben wir beide ja auch gern gemacht. Phillip hat also den Tisch gedeckt, das Brot geschnitten und Servierten gesucht, während ich mich um den Obstsalat gekümmert habe. Lecker Obstsalat nur mit Obst, was ich mag. Immerhin konnte ich so entscheiden, was da alles rein kam.
Beim Frühstück selbst hat Annika dann ihre Geschenke ausgepackt – sowohl unsere, als auch die von Freunden und Nachbarn vom Vortag. In Amerika wird nicht im Beisein der Schenker ausgepackt, damit man nicht Begeisterung heucheln muss. Das Fotobuch von Silke, Mama und Olli ist auf jeden Fall gut angekommen!

An dem Tag wartete dann noch ein nicht ganz so schöner Termin auf Annika und mich: Carmel musste noch mal zum Tierarzt, zur Nachuntersuchung nach ihrer Krebsoperation. Ich allerdings konnte dort feststellen, dass Tierärzte in Deutschland sich nicht wirklich von Vet’s in Amerika unterscheiden. Bei beiden steht Frontline rum, gibt es Royal Canin, Iams oder Hill’s Katzenfutter.. Amerikanische Tierärzte sprechen allerdings so ein schnelles, von Fachwörtern durchsetztes Englisch, dass ich mich wirklich konzentrieren musste, um zumindest halbwegs zu verstehen, dass Carmel gut aussieht.

Etwas später machten wir uns dann alle fertig und fuhren zu acht nach Gettysburg. In Gettysburg hat im Bürgerkrieg irgendeine die entscheidene Schlacht stattgefunden, sodass es dort heute ewig viele Kriegsdenkmäler gibt. Wir fuhren durch eine Straße, an der alle zwei Meter ein Denkmal für dieses Regiment oder jene General stand und stiegen am Hauptdenkmal aus. Wieder war das Wetter ziemlich gut, sodass wir in Ruhe ein bisschen Sonne tanken und Fotos machen konnten. Als wir alle unser Touri-Dasein genug ausgelebt hatten, fuhren wir in die nächste Outletmall, die zufälligerweise in Gettysburg war. Dort kaufte ich dann nicht nur zwei T-Shirts, ein Langarmshirt und einen Pulli, sondern auch einen nicht wirklich guten Cappucino (außer Starbucks gibt’s das in den USA auch nicht, oder?) und einen wirklich leckeren Cookie (die können die!).

Nachdem alle zufrieden und gut ausgerüstet waren, gings wieder nach Hause. Immerhin wollten wir abends noch essen gehen und wollten vorher zumindest unsere Einkäufe noch ablegen.
Essen gehen bei t.g.i. Fridays war dann irgendwie vor allem kalt. Wir sind an einen runden Ecktisch vors Fenster gesetzt worden und vom Fenster zog es mir die ganze Zeit ziemlich kalt in den Rücken. Das Essen allerdings war sehr lecker. Als Vortisch haben wir uns alle eine Portion gebackene Bohnen und eine Portion Maischips geteilt. Von den Chips war nicht viel zu bekommen, die hat Mama als einziges essen können, aber die Bohnen mit dem Dip von den Chips zusammen war sehr lecker. Als Hauptspeise hatte ich dann so Chickensticks und natürlich Pommes dazu. Auch sehr gut.

Nach dem Essen gabs dann ein Ständchen der Mitarbeiter und ein Eis umsonst für Annika, Jim hatte kurz vorher Bescheid gesagt, dass sie Geburtstag hat. Ein paar Tage später gabs dann in einem komplett anderen Restaurant für jemand anderen genau das gleiche Ständchen. Fand ich lustig.

Als wir alle fertig waren, fuhren die Männer mit Lina schon mal nach Hause, während der Rest von uns in den Bastelladen ging und wir uns Bastelzubehör für Ketten und Armbänder kauften. Erst kurz vor Feierabend um neun Uhr konnten wir uns entscheiden und fuhren – wieder um ein bisschen Geld leichter – in Richtung Heimat.

Den Abend ließen Annika, Jim, Olli und ich noch mit ein paar Partien Rommé ausklingen. Silke war müde, Phillip wollte Basketball gucken, und Mama hatte keine Lust, hat sich aber daneben gesetzt und mir beim Verlieren zugeguckt. Nachdem klar wurde, dass ich irgendwie wirklich die ganze Zeit verliere, fing sie dann aber an in einem ganz typischem Tonfall zu erklären, dass „Inga jetzt aber auch mal gewinnen muss“ oder „Inga, du musst jetzt auch endlich mal auslegen“ – „Inga, wieso machst du denn nichts?“ – „Warum hat Inga schon wieder so schlechte Karten?“

Nachdem aber dann klar wurde, dass ich wirklich nicht gewinnen kann, gings irgendwann doch ins Bett.
verreist.. am 27.11.09 20:17


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